Förderverein Kirche Gnevsdorf e.V.

Grußwort
Die Möckel-Kirche in Gnevsdorf, Landkreis Parchim, erbaut 1895-1897 nach dem Entwurf des Architekten Gotthilf Ludwig Möckel (1838-1915), ist ein Bau im neugotischen Stil.
Schon von Weitem grüßt der ca. 55 Meter hohe Turm des südlich des Plauer Sees und nahe der Grenze zur brandenburgischen Ostprignitz
gelegenen Ortes Gnevsdorf den Besucher. Und wer hineinschaut und einen Augenblick verweilt, der kommt in der Regel wieder mit den Worten heraus: "Haben Sie hier aber eine schöne Kirche. Das hätte ich nicht gedacht!"

In der Tat überdeckt die schlichte Schönheit der Gnevsdorfer Kirche einige ihrer erheblichen Mängel: die abgeplatzte Glasur der Verzierungen am Außengemäuer, ein zwar noch dichtes, aber durch die Jahrzehnte immer wieder auch schadhaftes Dach mit Wasserdurchsickerungen als Folge, von Feuchtigkeit und Frost gesprengte Ziegel usw. Die Gnevsdorfer Kirche hat es bitter nötig, dass sie mittelfristig Abschnitt für Abschnitt saniert wird.
Zwar wurden auch in der Vergangenheit, gerade auch zu DDR-Zeiten, etliche Sanierungsarbeiten vollbracht und von der kleinen Ortsgemeinde finanziell und mit einem hohen Maß an praktischer Mithilfe unterstützt. Es sei hingewiesen auf die Neueindeckung des Turmes, auf die völlige Durchrestaurierung der Orgel, auf die komplette Erneuerung der bleiverglasten Fenster, auf den Einbau einer elektrischen Bankheizung und damit verbunden die gesamte Erneuerung der E-Anlage, um nur einige Projekte zu nennen. Doch es übersteigt die Kräfte der Ortsgemeinde ganz erheblich, die gesamte Außenhaut, das Dach und die malerische Neugestaltung des Innenraums in Angriff zu nehmen. Deshalb haben sich Ende 2008 engagierte Bürger und Kirchenmitglieder zusammengetan, um einen Förderverein zu gründen, damit auch in Zukunft die Kirche offen stehen kann für Gottesdienste, für Trauungen und Trauerfeiern, für Musiken und für Besucher, die einfach nur Ruhe und Besinnung suchen.

Obwohl die komplette Sanierung der Gnevsdorfer Kirche ein Mammutunternehmen ist, vor dem man verzagen könnte, kommt doch wie aus heiterem Himmel ein Mutmacher daher:
"Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich!" - die Jahreslosung für 2009 aus dem 18. Kapitel des Lukasevangeliums.
Das Vertrauen darauf lässt uns immer wieder erste Schritte wagen.

Gerhard Winkelmann